• Mira Wieland

7 Bäume für Ostfriesland - Echter Korkbaum

Heute möchte ich euch, wie versprochen, die neuen Baumkinder einmal näher vorstellen.


Wir haben nun Mitte Mai und ein Teil der neuen Bäume wurden in den Garten verpflanzt. Der andere Teil ist in größere Töpfe gesetzt worden und steht an einem geschützteren Ort.

Das liegt einfach daran, dass die Baumkinder unterschiedlich alt sind. Manche haben schon einen verholzten Stamm, andere noch ihre Keimblätter …


Mal abgesehen von den Kosten, die der Kauf eines schon älteren Baumes so mit sich bringt, möchte ich den noch sehr jungen Pflanzen auch die Möglichkeit geben, wirklich von Beginn an im ostfriesischen Boden zu stecken, damit sie schon sehr früh lernen, mit Wind und Wetter klar zu kommen. Dadurch, dass aber nicht alle Baumkinder von Beginn an „frostfest“ sind – sondern erst in ein paar Jahren -, müssen diese in ihren Töpfen bleiben und im Kalthaus überwintern (auch wenn wir nicht wirklich Minustemperaturen haben – aber sicher ist sicher).


Und doch werde ich im Experiment ein paar der jungen Bäume auch im Winter im Freien lassen, um zu prüfen, ob die Bedingungen nicht doch ausreichen – dafür habe ich mehrere Bäume von einer Gattung.


Aber nun zu den Baumkindern, der hoffentlich „neuen Generation“: Vier, der insgesamt sieben neuen Baumsorten, welche verpflanzt wurden sind:

  1. echter Korkbaum (Phellodendron amurense)

  2. Eisenholzbaum (Parrotia persica)

  3. Trompetenbaum (Catalpa bignoioides)

  4. Immergrüne Magnolie (Magnolia Grandiflora)


Drei weitere Sorten wie der Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa), Bienenbaum (Tetradium danielli var. Hupehensis), Seidenbaum (Albizia julibrissin) müssen noch ein bisschen im Topf wachsen.


Ein Baum fehlt noch: die Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia) – auch sie käme als neue Baumsorte infrage. Sie kann allerdings erst wieder im Herbst geliefert werden, kommt dann aber auch direkt in den Boden.

Nochmals kurz zur Erinnerung, worum es in diesem neue-Baumsorten-Experiment eigentlich geht:


Langzeitstudien haben hervorgebracht, dass sich unser Klima so verändert, dass es sukzessive immer trockener und heißer wird und sich die Niederschläge aufs Jahr anders verteilen:

Die Sommer sind heiß und trocken, die Winter eher mild und sehr nass.

So die Prognose. Für die heimischen Bäume bedeutet dies Stress. Dieses Klima sind sie a) nicht gewohnt und b) dafür nicht gemacht. Folge: sie bilden sich zurück und sterben ab. Dass, was in Bayern schon seit ein paar Jahren passiert, wird wohl oder übel auch bald hier im Norden geschehen… Bäume leiden zunehmend unter Trockenheit und Schädlingen und fallen dem Klima zum Opfer, weil sie bis dahin andere Bedingungen hatten und zBsp. ein Wurzelsystem aufgebaut haben, welches so dann nicht mehr funktioniert…

Wir können dem vorbeugen, indem wir uns an anderen Gehölzen, anderer Klimazonen orientieren und schauen, welche Bäume dort ohne Schädlinge und Krankheiten heimisch sind….


Mein erster Favorit Der echte Korkbaum – Phellodendron amurense

Ursprünglich kommend aus dem Amur-Gebiet in Nordchina, ist er aber auch in der Mandschurei, Korea und Japan beheimatet.

ERDENREICH Baumpflege - Datenblatt - Echter Korkbaum

Zudem sieht er auch unglaublich toll aus, da er sich meist mehrstämmig aus dem Boden entwickelt! Wenn er dies tut, ist er schwierig zu klettern und Schnittmaßnahmen sind besser mit der Arbeitsbühne auszuführen.

Als Windschutz, Einzäunung eines Grundstückes oder gar einer Alleebepflanzung, ist er wohl eher nicht geeignet (wenn er sich mehrstämmig entwickelt), da er zu viel Platz benötigt.

Für mich ist der echte Korkbaum ein absoluter Allrounder!

Nun wächst er hier – in Ostfriesland – einstämmig! Er hat sich bisher gut entwickelt, doch es wird noch Jahre brauchen, bis er groß genug und geschlechtsreif ist und Blüten und Früchte bildet. Auch die Korkernte wird noch eine ganze Weile auf sich warten lassen. Gerade misst er 80cm in der Höhe.


Über sein Alter finde ich im Internet nur, dass er bis zu 300Jahren alt werden kann! (Kodama.de) Alles Weitere könnt Ihr auch über www.klimawandelgehoelze.de finden, denn auch dort wird der echte Korkbaum echt „gehypt“!


Im nächsten Blog stelle ich euch einen weiteren zukunftsnahen Baum vor, welcher sich gut in den Norden integrieren könnte ….


… Ich freue mich auf jeden Fall, Eure Neugier ein wenig geweckt zu haben ;)

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Über mich

Mein Name ist Mira Wieland. Mein Ziel ist es, Bäume zu erhalten, angemessen zu pflegen und sie zu schützen. Kappungen müssen vermieden werden, wie das unnötige Fällen gesunder und vitaler Bäume. Dabei nachhaltig und ökologisch zu arbeiten, ist mir ebenso wichtig, wie das Anwenden von geeigneten Schnittmaßnahmen.

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