• Mira Wieland

Baumschutz Ostfriesland

Heute möchte ich euch davon erzählen, wie ERDENREICH als „Baumschützer“ agiert und wie die Resultate und Rückmeldungen derzeit sind.


Die Begriffe wie Naturschutz, Klimaschutz, Baumschutz – Schutz, Schutz und Schutz, wirken abgedroschen und negativ. An vielen prallt das Thema ab, sie verdrehen die Augen und wenden sich weg. Warum? Weil auf Missstände hinwiesen wird und wer will schon in seiner Persönlichkeit und wegen seines Tuns gegängelt werden?!


Mit Fakten kommen wir offensichtlich in diesem Thema auch nicht weiter.

NABU weist auf das Bienensterben und das Sterben der Artenvielfalt generell hin und viele lesen das auch. Viele zeigen Interesse – für den Moment. Und dann ist das Thema wieder vom Tisch, weil es niemanden persönlich tangiert. Ganz im Gegenteil – die meisten freuen sich ja darüber, dass es weniger Insekten und Vögel gibt, denn sie verursachen Lärm, Schmutz und böse Stiche. Auch Bäume sind – negativ betrachtet – nur Schmutzmacher, Laubabwerfer, Straßenzerstörer, Platzwegnehmer und Grundwasserentzieher. Klar, jemand mit einem Kiesgarten hat es viel leichter in der Pflege, ordentlicher und cleaner.


Noch immer schlägt die geordnete „Monokultur Rasen“ die Knie hohe Wildblumenwiese! Auch wenn wir im Herzen „Grüne Hippies“ sind, sind wir es auf keinen Fall für die Nachbarn, Freunde, Familie und Kunden. Nach wie vor erwartet ein jeder von uns, dass alles ordentlich, sauber, clean und aufgeräumt ist. Alles andere hat noch immer den Beigeschmack von Wildnis, Chaos und Verwahrlosung!



Mein und unser Ansatz ist daher ein anderer. Ich persönlich wende mich NICHT den Menschen zu, die ihre Kiesgärten lieben, weil sie es pflegeleicht haben oder den Menschen, die eine Bienenallergie haben und sich Gräser auf den Balkon stellen.


Ich persönlich wende mich an die Menschen, die ähnlich wie ich, diesen romantischen Gedanken und Nutzen in der Natur sehen.

Die, die wissen, wie schön es ist, unter einem alten Baum zu picknicken, in den heißen Sommermonaten durch den kühlen Wald zu laufen, das Feuchte in der Luft riechen und mögen; der Bäume im Rauschen des Windes gerne zuhören und Bäume als Luftverbesserer, Sauerstoffspender, Wind- und Lärmschutz und Schattenspender zu schätzen wissen. Für all diese gehört jeder Baum, jeder Strauch, all die Vögel und Insekten zum natürlichen Umfeld dazu. Ich kenne Bäume, Wald und Wiesen seit meiner Kindheit und für mich sind sie einfach nicht wegzudenken.


Gerade schaue ich – während ich hier sitze – einem Eichelhäher zu, der gerade in die Fichte am Fuße unseres Grundstücks fliegt und nun hier von Ast zu Ast im Baum nach oben hüpft. Für mich ein normales Bild. Ich sehe die Libelle, die über dem Rasen schwebt und ich höre die Rufe der jungen Falken, die morgens ihre Flugübungen in den Bäumen absolvieren. Ich habe die Aufmerksamkeit für all das und ja, ich habe täglich Zeckenbisse, schon aufgrund meiner Tätigkeit Draußen, ich habe ständig Mückenstiche oder Falter in der Wohnung. Für mich ist das „normal“.


Ich klettere in Bäume und nehme dort Insekten und Käfer wahr, die ich nur am Boden vermuten würde. (gestern habe ich sogar ein Mäusenest im Efeu an einem Haus auf 6 Metern über dem Boden gefunden). Ich bin jedes Mal beeindruckt und für mich ist es ein Geschenk, was ich mir täglich aufs Neue mache. Ich brauche das so, ich möchte das so und solange ich lebe, wird Natur für mich eine Rolle spielen. Mir braucht man die Frage: „Wald oder Einkaufszentrum“ nicht stellen. Ich würde mich immer für den Wald entscheiden. Ich brauche keine neue Einkaufsmöglichkeit oder eine neue Straße. Ich bin zufrieden mit dem, wie alles ist.


Ich bin auch der Meinung, dass Touristen aus dem Grund nach Ostfriesland kommen, weil es ist, wie es ist. Ich behaupte, die Touristen brauchen keine weiteren Parkplätze, Einkaufszentren oder breitere Straßen! Sie finden sich ab mit dem, wie es ist und kommen trotzdem jährlich wieder, denn den „bebauten, asphaltierten Luxus“ kennen sie doch schon aus den Städten, aus denen sie kommen?! In Ostfriesland darf alles so unbequem, langsam, idyllisch und friedsam bleiben.

Und eben weil ich die Stadt kenne, habe ich mich von ihr abgewandt. Eben weil ich weiß, wie sehr die Bäume in der Stadt leiden, bin ich nach Ostfriesland gezogen. Ich habe erfahren, dass es auch hier alte Baumbestände gibt und ich finde, die sind höchst schützenswert.


Ich habe mich an einen Ort zurückgezogen, in welchem die Ökobilanz noch einigermaßen stimmt. Hier gibt es noch Raum und Luft. Und ich finde, die Fehler, die die Städte machen, müssen sich hier nicht wiederholen.


Hier in Ostfriesland haben wir die Zeit und den Raum, klimatischen Veränderungen entgegenzuwirken. Wenn wir nur die Instanz finden, die das genauso sieht! Wenn jeder Bürger im Landkreis Aurich einen Baum für schützenwert erklärt, sind es schon 190.066 Bäume, die nicht gefällt werden können!


Deshalb setzt sich ERDENREICH für eine allgemeingültige Baumschutzsatzung ein, für ein Kataster über die Städte hinaus und ist weiterhin gegen Fällung gesunder, vitaler Bäume, gleich welches Standortes.


… Fortsetzung folgt

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Über mich

Mein Name ist Mira Wieland. Mein Ziel ist es, Bäume zu erhalten, angemessen zu pflegen und sie zu schützen. Kappungen müssen vermieden werden, wie das unnötige Fällen gesunder und vitaler Bäume. Dabei nachhaltig und ökologisch zu arbeiten, ist mir ebenso wichtig, wie das Anwenden von geeigneten Schnittmaßnahmen.

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