• Mira Wieland

Neue Baumkinder für Ostfriesland

Heute habe ich meine neuen Baumkinder in den Boden gesetzt!

Nach wochenlanger Vorfreude, war ich am Tag ihrer Ankunft doch sehr aufgeregt und überglücklich! Danach standen sie für zwei Wochen in Töpfen im Garten, um erst einmal anzukommen…. Jeden Tag habe ich sie betrachtet und freute mich dann schließlich über die ersten jungen Blätter ...



Für jedes einzelne Baumkind habe ich recherchiert und nachgelesen, um den jeweils perfekten Standort in unserem Garten zu finden.

Einige möchten Solitär stehen, andere brauchen eine Gruppe und den Schutz einer solchen.

Ich habe mit Absicht Sorten gewählt, die sich zu unterschiedlichen Zeiten entwickeln, austreiben, blühen und Früchte bilden, um ein Ganzjahresangebot an Nektar und Pollen für Insekten sicher zu stellen…. Doch bis das soweit ist, werden Jahre vergehen.

Diese neuen Baumkinder sind Baumsorten, welche langfristig den klimatischen Veränderungen Stand halten sollen. Man kennt sie aus Asien und dem Mittelmeerraum und nun sollen sie auch in Deutschland heimisch werden und zunächst unser Zuhause verschönern.

Bäume, wie wir sie aus unserer Kindheit kennen, werden sich langfristig nicht halten und neue Baumsorten werden folgen. Fichten, Kiefern, Erlen, Eschen, Kastanien – um nur einige zu nennen – bilden sich immer mehr zurück, sterben ab oder fallen Insektenfraß zum Opfer.

Bäume passen sich den klimatischen Veränderungen deutlich schwieriger an, als es bei Bodenlebewesen, Tieren, Vögeln und Insekten der Fall ist.

Und nicht zuletzt ist der Mensch dafür mitverantwortlich!

Irgendwann haben wir aufgehört, Bäume in ihrem natürlichen Habitus zu akzeptieren. Wir haben angefangen sie aufzuasten, sie einzukürzen und anzupassen an Gebäude oder Flächen. Wir haben ihren unterirdischen Lebensraum mehr und mehr verdichtet, haben Straßen, Parkplätze und Häuser gebaut.

Wir haben den Boden verseucht und ihnen das Grundwasser genommen…. All das.

Und der Baum, dieses scheinbar starre Wesen, trägt dies in Stille und kämpft.

Er treibt weiter aus, er versucht seine Wunden zu verschließen und sich trotz gekappter Wurzeln weiter zu versorgen-

Aber diesen Kampf kriegen wir gar nicht mit, schließlich tut er dies über Jahre und sogar Jahrzehnte. Aber er stirbt: langsam, kontinuierlich und still…

Meine Baumkinder sollen es einmal besser haben! Sie sollen sich in genügendem Abstand voneinander, ohne Einschränkung, entfalten dürfen. Sie stehen im Schutz des jeweils anderen, um kommunizieren zu können. Sie sollen zu Pioniergehölzen werden, wie ihre Vorgänger.


Meine Baumkinder sollen sich wohl fühlen, ankommen, sich an die Bodenverhältnisse anpassen und stark werden, um sich vor Fressfeinden und Krankheiten schützen zu können.

Ich übergebe meine Baumkinder dem Boden und überlasse sie ihrer natürlichen Umgebung.


Möge es ihnen gelingen Wurzeln zu bilden und zu gedeihen und mögen sie sich als nachhaltige Gehölze beweisen.


In meinen nächsten Blogs erfahrt ihr natürlich, um welche neuen Baumsorten es sich handelt, welche ich aus Samen gezogen habe oder welche schon (von der Baumschule geliefert) 1-2 Jahre alt sind, und schon eher aussehen wie ein Baum, da sie bereits über einen verholzten Stamm verfügen.

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Über mich

Mein Name ist Mira Wieland. Mein Ziel ist es, Bäume zu erhalten, angemessen zu pflegen und sie zu schützen. Kappungen müssen vermieden werden, wie das unnötige Fällen gesunder und vitaler Bäume. Dabei nachhaltig und ökologisch zu arbeiten, ist mir ebenso wichtig, wie das Anwenden von geeigneten Schnittmaßnahmen.

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